Wer wir sind und was wir wollen

Die Abgelehnten ist eine Initiative Kölner Eltern, die für eine verantwortliche Schulpolitik in ihrer Stadt kämpfen. Entstanden im Frühjahr 2021, als die Stadtverwaltung über Nacht beschloss, Kinder wieder und wieder in Losverfahren zu schicken, statt ihnen einen vernünftigen Schulplatz zu vermitteln.

Das Glücksspiel beenden!

An übervollen Schulen einen Platz zu ergattern, ist für die Kinder zum Glücksspiel geworden. 2021 schickt die Stadt die Kinder immer und immer wieder in neue Losrunden, statt mitzuhelfen, dass alle einen Platz in einer Umgebung finden können, die sie kennen, und mit Freunden, die sie mögen. Das muss sofort aufhören!

Mehr Schulen bauen!

2021 konnte die Stadt nur drei von vier SuS einen Gesamtschulplatz anbieten. Jede zehnte Gymnasialanmeldung überstieg die Kapazitäten der Schulen. Selbst Grundschulen sind inzwischen regelmäßig überfüllt. Die Stadt braucht mehr Schulen!

Gemeinsam handeln!

Schulverwaltung, Baudezernat, Bezirksregierung, Landesgesetze, SchulleiterInnen, klagewütigen Eltern - wenn es darum geht, die katastrophale Lage zu erklären, waren es immer die anderen. Wir erwarten, dass die Stadtspitze Verantwortung übernimmt und alle an einen Tisch holt. Kinder brauchen Lösungen, keine Schuldigen!

Was wir tun

Demonstrieren

Am 19.4. treffen sich (coronakonform) 120 Eltern und Kinder auf dem Alter Markt vorm Kölner Rathaus. Drinnen tagt zu dieser Zeit der Schulausschuss, draußen wird es laut, bunt und deutlich: "Losverfahren machen nur Barbaren!" "Bildung ist kein Glücksspiel" und "Behandelt und bitte mit Respekt" steht auf den Plakaten. Im Ausschuss sind sich zwar alle Parteien einig, dass das Vergabeverfahren nichts taugt, Trotzdem geht es danach weiter.

Vernetzen

Wir sind eine gut vernetzte und entschlossene Gruppe von Eltern, die sich in den vergangenen Wochen über den Verlauf der Schulplatz-Verlosungen auf den Laufenden gehalten, unterstützt und aufgebaut haben. In Zeiten der Kontaktbeschränkungen war und ist der virtuelle Austausch für viele auch ein Ventil, um nicht durchzudrehen.

Schreiben I

Viele der mehrfach Abgelehnten, aber auch ihre Freundinnen und Freunde, die mehr Glück bei der Schulplatz-Lotterie hatten, haben Oberbürgermeisterin Henriette Reker während des Vergabeverfahrens persönlich geschrieben. Die Briefe haben uns ehrlich gesagt ganz schön mitgenommen. Weil sie noch mal gezeigt haben, wie viel Empörung, Wut, Trauer und Verzweiflung in den Kindern steckt.

Offener Brief von über 700 Eltern an die Kölner Oberbürgermeisterin Henriette Reker (4.5.2021)

Was andere schreiben, senden und sagen

Viele Kölner Medien begleiten das Schulplatz-Roulette genauso kritisch wie wir.
Eine kleine Auswahl:

"Viertklässler, die immer noch nicht wissen, auf welche Schule sie im Sommer wechseln werden, haben Henriette Reker verzweifelte und zum Teil bitterböse Briefe geschrieben."

Kölner Stadt-Anzeiger 1.5.2021

"Mitten im Anmeldeverfahren verkündete die Stadt, dass in Abstimmung mit der Bezirksregierung dieses Verfahren nicht mehr möglich sei."

WDR Lokalzeit Köln 20.4.2021

"Jetzt hat die Schulverwaltung offenbar kapituliert. Die Verantwortlichen schieben sich den Schwarzen Peter zu."

Stadtrevue 29.4.2021

"Der Protest gegen die Schulplatzvergabe der Stadt und fehlende Schulplätze im Stadtgebiet hat eine neue Dimension bekommen."

Kölner Stadt-Anzeiger 5.5.2021

"Der Mangel an Plätzen und Schulbaudefizite sorgen für Empörung. Die Verunsicherung ist groß."

Kölnische Rundschau 14.4.2021

"Schließlich sind die Beigeordneten ja gerade keine reinen Verwalter, sondern politische Beamte, von denen man erwarten muss, dass sie angemessene Lösungen finden für derart offensichtliche Missstände, statt sich jahrelang hinter den Schulen, der Bezirksregierung, der Politik oder den Mit-Dezernenten zu verschanzen."

Kölner Stadt-Anzeiger 16.4.2021

"Was sagen die Eltern? Sie laufen Sturm und haben sich längst organisiert. Nach einer Demonstration vor dem Rathaus hat die Initiative „die-abgelehnten.de. Verantwortliche Schulpolitik jetzt!“ einen offenen Brief an Oberbürgermeisterin Henriette Reker (parteilos) geschrieben."

Kölnische Rundschau 5.5.2021

"Klar ist: Es muss eine dauerhafte Lösung her – und zwar bald."

24Rhein 30.4.2021

"Die Zahlen befänden sich in der Abstimmung und „Plausibilitätsprüfung“. Das Amt für Schulentwicklung bestätigt, dass einige sich doppelt bewarben. Es sei zu klären, wie das abzugleichen ist."

Kölnische Rundschau 27.4.2021

"Der Elternprotest zeigt erste Wirkung, auch wenn es vorerst weiterhin bei Ankündigungen bleibt. [...] Ohne Reaktion bleibt weiterhin die Forderung der Eltern, aber auch der Schulpolitiker im Stadtrat, das Vergabeverfahren für die begehrten Schulplätze zu verändern."

Kölner Stadt-Anzeiger 7.5.2021

"Eltern wandten sich an den EXPRESS, schilderten ihre Probleme, ärgerten sich über Losverfahren an den Schulen, machten sich – berechtigte – Sorgen über unnötig lange Schulwege für ihre Kinder."

Express 7.5.2021

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